Das Projekt

Eine Kurzfassung des Konzeptes findet Ihr hier: .

Hommage an die Engagierten Münchens

Seit Langem gibt es in München und Umgebung hervorragende Projekte und Beiträge für eine lebenswerte und zukunftstaugliche Stadtkultur.
Initiativen wie O´Pflanzt-Is´, der Idealistische Salon, die BrauchBar, die Foodsaver, die MüncherMachbarn oder das Entdeckerdorf, das TN-Netz sowie die unzähligen Tauschringe und Gruppenrunden wie Scott-Peck-Gemeinschaftsbildung oder Projekte im öffentlichen Raum wie Public Rehab, Barcamps oder OpenSpace-Formate und viele mehr bereichern unser Stadtleben.
Als ich 2014 eine Liste aller sozialen und nachhaltigen Initiativen angelegt habe, waren es über 700.  Das ist fantastisch und das Community-Mobil-Projekt eine Hommage an alle, die sich hier vor Ort für den Wandel einsetzen.

 

Der Bus – Aktionsraum und Treffpunkt
Ein Bus – eine Idee
Mehrere Ebenen und Ausstrahlung
Social Business ?

Der Bus – Aktionsraum und Treffpunkt

Der Community-Mobil-Bus ist eine Einladung an all diese privaten oder organisierten Initiativen: alsTreffpunkt und Aktionsraum bietet er den Platz für die Umsetzung von Veranstaltungen und die Verwirklichung von Ideen. Der Bus selber ist ein Büssing Konsul, Baujahr 1968, restauriert 2014. Bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 7,5 Tonnen ist er knapp zehn Meter lang. Mit seinem H-Kennzeichen kann er trotz des alten Dieselmotors in der Innenstadt fahren.

Er ist für sechs Personen zugelassen und verfügt über Sitz- und Schlafplätze, eine Küche und eine Markise für die Außenaktionen. Hinzukommt einiges an Stauraum.

Eine endgültige Innenkonzeption gibt es im Moment nicht, da die Idee ist, diese sukzessive anhand der Nutzungserfahrungen  zu entwickeln.

Der Bus als Idee

Der Community-Mobil-Bus bietet einen günstigen und kreativen Raum in München. Er ist offen für Treffen, Begegnungen und Aktionen. Genutzt werden kann er von Einzelpersonen und Gruppen, wobei der Schwerpunkt insgesamt auf gemeinschaftlicher Nutzung liegt.

Der Community-Bus wird ähnlich der Zwischennutzungs-Präsenz der Kulturjurte überall dort im Großraum München hinfahren und temporär Station machen, wo er willkommen ist.

Dabei wird das Projekt sowohl dem Gastgeber offenstehen als auch die Umgebung einbeziehen. Zusätzlich sind Ausflüge in die Natur oder zu
Permakulturprojekten denkbar.

Leitlinie: Gemeinschaft – Experimente – Wandel

Daran knüpfen sich folgenden Fragestellungen an:

  • Was macht eine Community aus?
  • Wie funktioniert eine Gemeinschaft ?
  • Wie geht anders leben und anders wirtschaften ?
  • Wie können wir konstruktive Konfliktlösungen praktizieren ?

Leitprinzipien

  • Verantwortung durch Motivation
  • Kommunikation durch eine Kultur der Offenheit und Lösungsorientierung
  • Konflikte als Übungsfeld
  • Gemeinschaft durch Begegnung, Experiment, Erkenntnis und Wandel
  • Experimentieren als roter Faden einer neuen Balance

Konkrete Nutzungsideen

Geeignet wäre der Community-Mobil-Bus z.B. für: Repair-Cafés, Tauschprojekte, Foodsharing und gemeinsames Kochen, Klein-Seminare und Workshops, Kinder-Gruppen, Salons, Spielerunden, Filmabende, Musizieren, Mediation, Encountergruppen, Community-Building, Leserunden, Meditation und Konfliktlösung. Zudem sind Permakultur-Besuche, Natur&Cooking  wie Kräuterwanderungen und Verarbeitung), Kreativprozesse und Wandelprojekte oder Zukunftswerkstätten vorstellbar.

Auf der persönlichen Ebene kann der Bus für Experimente in Richtung Reduktion, Minimalismus, und Slow Life, Simplify genutzt werden, ebenso für Wohnexperimente  oder flexibles Arbeiten.

Die Auflistung ist freilich damit nicht erschöpft. Vielmehr wird sich zeigen, was es noch zu entdecken gibt.

Mehrere Ebenen und Ausstrahlung

Das Community-Mobil-Projekt ist mehr als ein Bus. Genauso wichtig wie die physische Präsenz des Busses ist die Internetpräsenz , als zweite Natur des Projektes: die kommunikative und verbindene Ebene für alle.

Hier kannst Du mitverfolgen, was passiert,  welche Experimente, welche Wandelprozesse, welche Ergebnisse stattfinden, auch wenn Du nicht vor Ort live dabei bist.

Hier auf dieser Plattform und den Social-Media-Kanälen können Menschen anderen Menschen Einblicke über ihre Erfahrungen, ihr Innenerleben und Einsichten mitteilen.

So wird skaliert, das heißt Einsichten für alle geteilt und Modell-Charaktere erarbeitet. Synergien werden darüber kraftvoll, weil man voneinander weiß und können kraftvolle Katalysatoren für Gemeinschaftsprozesse werden.

Das Umfeld

Der Gastgeber des Stellplatzes wird von seiner Gastfreundschaft etwas haben. Er kann den Bus mitnutzen beziehungsweise einige Zeit auch selbst nutzen.

Auch das lokale Umfeld soll einbezogen werden. Je nach Umgebung und stattfindenden Aktionen wird das sehr unterschiedlich sein.

Gemeinschaftskultur

Es hilft nichts. Obwohl in den meisten von uns ein tiefer Wunsch nach Gemeinsamkeit und konstruktivem Zusammenwirken angelegt ist, scheitert die Umsetzung oft an der Praxis. Da müssen die Konfliktquellen untersucht und aufgelöst werden.

Gottseidank gibt es heute schon (wieder) viele Lösungsideen. Im Idealfall führen Konflikte zu einer neuen Art von Gemeinschaft. Im bescheideneren Fall werden pragmatische Kompromisse zur Koexistenz gefunden.

Sharing als kontinuierliche Einrichtung

Ein Bestandteil des Projektes wird eine Kultur des Teilens sein. Neben gesonderten Aktionen wie Foodsharing, Schnibbelpartys und Kleidertausch wird im Bus auch ein permanenter Bereich für Verschenkkultur reserviert sein (Kostenlosregale).

Experimente & Wandelprozesse

Ein ungewöhnlicher Ort fördert neue Erfahrungen und lädt zum Experimentieren ein.

Wir moderne Menschen haben neuen Umgang mit dem materiellen Überfluss, der beschleunigten Zeit, medialer Übersättigung und ständiger Erreichbarkeit bitter nötig.

Einzeln und in Gruppen lernen wir die Vorzüge des Weniger und der Langsamkeit kennen und finden raus, was wirklich wichtig ist. Dazu sind auch zeitlich begrenzte Wohnexperimente denkbar.

Social Business ?

Auch wenn es sich durchaus nicht ausschließt, das Projekt ist für mich in erster Linie eine Herzensangelegenheit und kein Geschäft.
Es ist als Social Business konzipiert, das heißt es soll eine positive gesellschaftliche Wirkung entfalten und gleichzeitig ein Geschäftsmodell so entwickeln, dass es sich selbst finanziert und unabhängig bleibt.

Ich finanziere das Projekt privat, kaufe den Bus, um nach einer Experimentierphase ein Crowdfunding durchzuführen. Die Erkenntnisse der ersten Nutzungszeit fließen dann in die Neugestaltung ein.
Für mich bedeutet Social Business flexibel auf Bedürfnisse zu reagieren, um viel zu ermöglichen und so wenig wie möglich auszuschließen. Das bedeutet für mich beim Community-Mobil-Projekt neben einer flexiblen Preisstruktur immer ein Sowohl-als-Auch. Das heißt  Förderung der Sharing- und Schenkkultur durch unengeltliche Nutzung (höchstens Spendenbasis) und flexible Kostenerhebung je nach Nutzer und Finanzkraft. Eine Quersubventionierung ist von Anfang an vorgesehen.

Die Einnahmen sollen eher über die Nutzungsauslastung („viel Zeit vermieten“) und weniger über die Marktpreise erfolgen. Das kommt auch dem Community-Gedanken näher. Insgesamt ist die Preisfestsetzung und freiwillige Zahlung ein Baustein des Gemeinschaftsexperiments.


PS: Ein erstes Interview zu dem Projekt findet Ihr bei Mucbook.