Salon vom 18.07.2018 „Warum leben wir alle so am Anschlag (gestresst)“

Dauer: 18 – 23 Uhr
Ort: Vorplatz neben Halle 6, Kreativquartier
Teilnehmerzahl : 14

Jeder Teilnehmer legte einen „Stress-Gegenstand“ in die Mitte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kerstins Kurzreferat: „Wie lange Menschen gearbeitet haben – Sozialstudie“

banal, aber faszinierende Informationen gefunden
Impulsfrage für heute: Wie viel Arbeit ist gesund für die Spezies Mensch?

1. Steinzeit:

Ethnologen beobachten Nomaden, die noch wie die früheren Jäger und Sammler leben (Botswana, Australien, Amazonas) – sie arbeiten nur jeden 2. Tag für 2-6 Stunden (Haushalt schon dazugerechnet)
Annas Anregung dazu: Ur-Völker haben noch die Gabe zu sehen (die Natur zu betrachten), wir hingegen haben verlernt zu sehen, zu hören, zu erzählen. Unsere Gedanken scheinen immer auf Hochtouren zu laufen – das Gehirn braucht immer wieder neue Impulse

2. Vor-Industrielle, landwirtschaftlich geprägte Zeit:

der Arbeitszeit sind natürliche Grenzen gesetzt mit Licht und Jahreszeiten
französische Weinbauern einer bestimmten Region lagen den ganzen Winter über in den Betten, um Energie zu sparen
Arbeitszeit wurde lange ohne Uhren gemessen: Beispiel: „wenn man 2 Münzen voneinander unterscheiden kann, ist Arbeitsbeginn“ oder „wenn man Menschen auf der Straße erkennen kann…..“
Anfänge der Uhren-Nutzung: Menschen wurden auf Uhren und ihre Rolle wütend, manche zerstörten sie mit Stöcken
Kirchturmuhr wurde wichtig (ein Bürgermeister wurde ermordet, weil er die Kirchturmuhr manipuliert hatte, damit die Menschen länger arbeiten mussten)

3. Industrielle Zeit:

Verlängerung der Arbeitszeit, weil Uhren und künstliches Licht allgegenwärtig waren und weil sich die teuren neuen Maschinen amortisieren sollten
Pünktlichkeit fing an eine große Rolle zu spielen
16-Stunden-Woche war keine Seltenheit!
Folge: verkürzte Lebenserwartung (woran aber verschiedene Faktoren schuld waren)

4. Jetzt-Zeit:

Arbeitszeit hat sich verkürzt auf 35h/Woche, zuletzt wieder auf 38h und sogar 40h erhöht
In Japan gibt es ein Wort für „Tod durch Arbeit“
In Japan verbringt man sehr viel Zeit am Arbeitsplatz = große Identifizierung mit der Firma (viel davon sind aber nur Anwesenheitsstunden)
Einerseits weniger Arbeitsstunden, andererseits viel höhere Produktivität als früher; Beispiel von Jaro : Berchtesgardener Salzstollen: früher 6 cm am Tag Salz durch Arbeiter abgetragen, heute 2 m am Tag mittels Maschinen

Wenn es dunkler wird: Ruhe kehrt ein

Was im Lauf des Abends besprochen wurde:

  • Technik führt zu Zeitersparnis, die wir aber durch gesteigerte Anforderung wieder verlieren;
  • Der dt.-südkorean. Philosoph Byung-Chul Han stellt in seinem Buch „Psychopolitik – Neoliberalismus und die neuen Machttechniken“ heraus, dass die heutigen Ansprüche an unsere eigene Leistungsfähigkeit zwar von uns kommen, aber gesteuert werden.
  • Spruch: „Den meisten Stress machen wir uns selbst“
  • Buchtipp: Tommy Jaud: „Einen Scheiß muss ich“ https://www.buch7.de/store/product_details/1029685258
  • Menschen beanspruchen heutzutage viel mehr Wohnraum für sich, die Wohnungen sind viel zu groß
  • Armut in D ist relativ – man fällt weich
  • Aber: Relative Armut, d.h. Armut im Vergleich zu anderen, ist entscheidender als absolute Armut. Ungerechtigkeit macht unglücklich und krank. Menschen kommen besser damit klar, wenn alle gleichermaßen arm sind.
    Die Glücklichsten Menschen findet man in Bangladesch https://www.bundesregierung.de/Content/Infomaterial/BMZ/Die_gluecklichsten_Menschen_der_Welt_17872644.html
    Langzeitarbeitslose haben eine geringere Lebenserwartung als der Bevölkerungsdurchschnitt
  • Auch Menschen in Frührente haben eine verkürzte Lebenserwartung im Vergleich zu denen, die weiterarbeiten
    In beiden Fällen weiß man aber nicht, ob es nicht daran liegt, dass die Betroffenen arbeitslos geworden sind oder in Frührente gegangen sind, weil sie schon vorher gesundheitlich angeschlagen waren
  • Resilienz = psychische Widerstandsfähigkeit, mit Ressourcen besser umgehen können
  • Filmtipp: „The Big Lebowski“ http://www.filmstarts.de/kritiken/16463.html + https://www.imdb.com/title/tt0118715/
  • Realität kannst du dir zum Teil auch selbst machen (man stellt sich z. B. seinen Ängsten und erkennt, dass man etwas kann oder es gar nicht so schlimm ist, wie gedacht)
  • „Positives Denken“ = Trend a. d. USA, kann Leute auch unglücklich machen, wegen falschen Vorstellungen die nicht eintreffen = „Schuster bleib bei deinen Leisten“ – Ehrgeiz = Anspruch zu hoch
  • Buchtipp: Jan Fleischhauer „Alles ist besser als noch ein Tag mit dir“ https://buch7.de/store/product_details/1029647777
  • Spruch: „Wer schnell arbeitet – arbeitet nicht gerne“
  • Spruch: „Mach dein Hobby zu deinem Beruf, dann musst du nie arbeiten“
  • Schule: die Kinder lernen nicht mehr zu denken = fremdbestimmtes Denken – sie wissen nach der Schule nicht mehr, was ihre eigentlichen Stärken sind
    Tipp: Neurobiologe + Lernforscher Gerald Hüther: „Wissen kann man nicht beibringen: immer mehr Kinder in Deutschland leiden unter hohem Stress. Ich sehe das nur als Symptom eines viel größeren Problems: wir behandeln unsere Kinder wie Objekte, die man nach Wunsch formen kann.“ https://www.br.de/nachrichten/gerald-huether-kinder-100.html
  • Viele ältere Menschen haben Konflikte mit ihren Kindern
  • Viele Menschen leiden heute unter Beziehungsschwierigkeiten, Beziehungslosigkeit, Einsamkeit
  • Im 18. Jhdt wurde die romantische Literatur erfunden, Liebesheirat + klassische Rollenverteilung: Frau ist daheim bei den Kindern, Mann geht arbeiten. Jedoch waren arrangierte Ehen oftmals glücklicher als die Liebesehen. Zu viele Optionen bedeuten Stress.
    Menschen aus der Glaubensgemeinschaft der Amish haben keine Depressionen https://www.welt.de/gesundheit/article10730169/Warum-die-Amish-People-im-Alter-so-topfit-sind.html#
  • Spruch: “Glück ist nicht, zu haben was man will, sondern zu wollen, was man hat“
  • Jordan B. Peterson empfiehlt, nach Bedeutung zu streben, statt nach Glück.
  • Hochzeitstag: als der glücklichste Tag im Leben angepriesen. Von diesem Versprechen lebt vor allem eine ganze Industrie: Geschenklistenersteller, Blumenbinder, Einladungskartendrucker, Gastwirte, Kreuzfahrtreisebüroangestellte, Konditoren, Pferdekutscher und Fotobuchproduzenten
  • Schon Hans Selye, der Erfinder des Wortes Stress, unterschied zwischen gutem und schlechtem Stress
  • Spruch: „Das Leben passiert jetzt“
  • Techniker Krankenkasse definiert die Stressfaktoren so: Dauer / Intensität / persönliche Bewertung
  • Sachgesellschaft
  • Selbstverantwortung
  • Technische Geräte sollen das Leben erleichtern, aber alles schreit nach noch mehr Aufmerksamkeit – alles muss immer noch schneller gehen (Waschmaschinen – dafür viel, viel mehr Wäsche zu waschen….), Auto – Computer – mehr Wege offen, mehr Zeit investieren ins reparieren, warten, ….
  • Soll-Grenze
  • Spruch: „Optionen erzeugen Stress!!!“ + „zu viel Auswahl macht unglücklich!“
  • Spruch: „Protect me from what I want“
  • Kapitalismus: wir sind heute Unternehmer unseres eigenen Ichs
  • Heute findet Überwachung ohne Geheimdienste statt (Selbstbewertung, Bewertung in den sozialen Medien)
  • Neoliberalismus: erzeugt reine Konsumenten
  • Neues Zeitalter: leitet das Zeitalter der Erschöpfung ein
  • Gesundheitstracker: zählt die Schritte
  • Selbstausbeutung
  • Transparenz
  • Panoptikum
  • Sinnfrage: 18. Jhdt Aufklärung

Nächster Salon am 18. Juli

Liebe Saloninteressenten,
1.) am 18.Juli, 18 Uhr findet unser nä. Salon statt.
Thema : „Warum sind wir alle am Anschlag?“
Heute bin ich zufällig über das aktuelle frz.Magazin gestolpert,
das genau unsere Frage stellt „Mit welcher Geschwindigkeit wollen wir durchs Leben gehen?“
Vielleicht sind ein paar Inspirationen für den Salon drin.
sehr aktuell: welche Geschwindigkeit passt zu uns?

Da der Bus wahrscheinlich schon weg ist, haben wir bei schlechten Wetter noch keinen Plan B,
bitte sagt vorher Bescheid, wenn Ihr kommen wollt.
2.) Apropos, ich möchte morgen 10.7. am Nachmittag u. am Mi.11.7. Vormittag den Bus noch leerräumen.
Hilfe willkommen, kommt gerne vorbei !
3.) Vielleicht könnt Ihr Sachen brauchen: Thermoskannen, Kissen, Tassen……
4.) Ausserdem würde ich mich über eine Mitfahr-Begleitung freuen (Mi.11.7. Nachmittag), beim Überführen des Busses nach Weilheim (Werkstatt).
5.) Ich bekomme in nä. Zeit verschiedene Büromöbel (gut erhalten, aus einem Büro in Haidhausen), Stühle, Tische, Schränke….
schreibt mir, wenn es Euch interessiert. Kostenlos. Allerdings gegen etwas Geld falls ich es transportieren sollte.
Beste Grüße
Alfred
(Bus) Salonier
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Zäsur im Busprojekt

Hi Liebe Freunde der Bus-Idee,
 
vielleicht ist es Euch schon zu Ohren gekommen. Habe mich entschlossen den Bus wieder herzugeben u. das Projekt zumindest mit dem Bus aufzugeben.
Der Bus in der jetzigen Form macht kein Sinn, er müsste innen neu konzipiert werden, aussen schön gemacht (das war von Anfang an klar).
Technisch braucht er sehr viel Aufmerksamkeit, vielmehr als ich es von einem Diesel erwartete :-/.
ein so alter Bus ist eine Diva, kein anspruchsloses Arbeitstier
Einnahmen im Moment 0 .
Ausgaben aber stetig durch 2 Vers. u. KFZ-Steuer plus Wartungsarbeiten.
Risiko größerer Schäden (Ersatzteilproblem) im Hintergrund.
Freunde / Bekannte um mich herum zeitlich sehr am Anschlag.
Kooperation hält sich in Grenzen durch Zeitproblem, „Konkurrenzveranstaltungen“, Prioritätensetzungen.
Mit Kulturreferat länger gesprochen, für diese ist es nur interessant, wenn der Bus konzeptionell komplett da steht, kein Interesse an Aufbauarbeit u. sie kennen auch niemand, der Interesse daran hätte.
 
Die Idee ist ja nicht tot. In der Konstellation muss ich die Bremse ziehen.
 
Webseite und Facebookauftritt bleiben bestehen: es geht um die Themen #Debattenkultur #konstruktive Konfliktlösungen #Bürgerbeteiligung #Öffentlicher Raum #Social Business .
 
Unsere Salons werden wir unabhängig vom Bus weiterführen.
 
Beste Grüße
Alfred Weiß

Salon „Phänomen Jordan Peterson“

Zusammenfassung des letzten sehr diskussionsfreudigen Salons

Zeit: 26.6.18, 18 – 22 Uhr
Ort: Busplatz (im Freien), Kreativquartier
Teilnehmer: 12
Themenfelder: #PoliticalCorrectness #FreeSpeech #Diskussionskultur
#Selbstverantwortung #GelingendesLeben #Zivilisation
#Postmodernismus

viele Themen, Postmodernismus war dabei sehr im Mittelpunkt

Nach unseren 3 technischen Salons wollten wir mal wieder ein
anderes Thema hernehmen. Jordan Peterson steht insbesondere
im angelsächsischen Raum für eine sehr virulente Diskussion rund um
die Themen #Gender #Freespeech #Campuskultur #FreieForschung.
Kerstin u. ich sind von ihm in mehrfacher Hinsicht sehr angetan, denn er
ist nicht nur bei diesen Themen wichtiger, sehr mutiger Impulsgeber, die ja
Kernthemen der Debatten- u. Salonkultur betreffen.
Sondern er ist mit seinem Themen #GelingendesLeben #Mythologien #Zivilisation
auch noch von weiteren Seiten interessant.

Der Abend gestaltete sich so, dass Kerstin u. ich Hintergrundinfos lieferten,
warum er in verschiedensten Medien so präsent ist u. wir dann über seine Positionen diskutierten bzw. über ihn als öffentliche Person (insofern sich manche Salonteilnehmer vorher informierten).
Gleich vorweg, es wurde viel diskutiert, wir waren deutlich unterschiedlicher Meinung in den
verschiedenen Aspekten. Deshalb war es sehr lebendig u. das Abschweifpotenzial war auch gegeben,
was beides ein Training für einen gelingenden Salon darstellte. 😊

Das Thema Postmodernismus nahm einen sehr zentrale Rolle an unserem Abend ein.
Dieser Relativierung aller Werte durch die moderne Brille des ökonomischen u. politischen
Machtgefälle steht Peterson extrem kritisch gegenüber. Da das Prinzip der Eigenverantwortung
abgelöst wird durch einen permanenten Kampf gegen (vermeintliche) Unterdrückungsmechanismen,
nährt diese Haltung Feindseligkeit, Kollektivismus u. Opportunismus, an dessen Ende der Verlust der persönlichen (Meinungs)Freiheit
steht.
Hier klingten sich mehrere Salonteilnehmer ein, die sehr wohl politische, soziale u. ökonomische Ungerechtigkeiten sehen,
was zur vieldiskutierten Frage führte, was denn eine gerechte, linke Haltung u. Politik denn heute überhaupt bedeutete ?
Wir machten gegensätzliche u. parallele Haltungen in der Gesellschaft aus, die sehr destruktiv sind: einerseits eine selbstgerechte Moralhaltung oder egoistische Weltsicht, die eine andere Meinung kategorisch ausschließen. Andererseits eine Leistungs- u. Geldorientierung inkl.Hedonismus u. Ignoranz, die zur Diskussion gesellschaftlicher Themen keine Notwendigkeit sehen.

Weitere „Momentaufnahmen“ des Abends:

Biologische Wende (analog zur kognitiven Wende) in der Psychologie
Heterodoxie als Antwort zur Einheitsmeinung an den Unis (siehe Jonathan Haidt)
Haben wir heute relevante Philosophen ? (Sloterdijk, Precht, Drewermann)
„Die Realität ist den linken Begriffen weggelaufen“
Ulrich Greiner : Heimatlos – Bekenntnisse eines Konservativen
Pascal Bruckner : Der Schuldkomplex (der westlichen Welt ), Alain Finkielkraut
wir sollen nicht Begrifflichkeiten von AFD&Co übernehmen
Die heutige Sprachsensibiliät ist sehr wohl ein Fortschritt
Was macht ein Medium heute glaubwürdig? (ideologisierter Diskurs, Alternative Fakten, Filterblase)
Harald Schmidt als Kabarett-Ikone des Postmodernismus
„Konsensfaschismus“ des Westens
1945 u. 1990 als epochale Ereignisse, die noch immer unser Denken prägen
Wirklichkeit insb. soziale Konstrukte sind kompliziert, aber nicht beliebig

Salon am 15.06.2018 – Digitale Prokrastination

Wir hatten einen schönen Abend mit 15 Teilnehmern. Das Wetter lies es wieder zu, dass wir gemütlich bis in die Dämmerung hinein draußen sitzen konnten. Nachfolgend findet Ihr die Zusammenfassung der besprochenen Inhalte.  Wir hatten das Thema „Digitale Prokrastination“ (also das Aufschieben von wichtigendigitalen Themen, die man eigentlich angehen sollte).
Vielen Dank an Kathrin u. Janina für die gute Zusammenfassung !

Wir stimmten ab, welche Themen wir intensiver behandeln sollen

Statements / Themen:

  • Cloud ist hilfreich, um mit mehreren Menschen an gemeinsamem Projekt zu arbeiten
  • wir hinterlassen ständig viele Datenspuren im Netz → es ist möglich, „Gesinnungsprofile“ über den Nutzer zu erstellen; Horrorszenario: Nutzung dieser Profile durch ein faschistisches System oder Diktatur
  • es gibt viele alternative Suchmaschinen und am Ende „googelt“ man trotzdem wieder
  • „wenn du dabei sein willst“, musst du dich nach den Algorithmen richten
  • Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) seit 25.5.18 in Kraft → große Belastung für Einzelunternehmer, Selbständige und kleine Betriebe
  • nach DSGVO kommt nun das Leistungsschutzgesetz
  • Technologien bergen viele Chancen und sind grundsätzlich neutral;
    es kommt darauf an, wie man sie nutzt bzw. welche Interessen dahinter stehen (z.B. kostenlose Dienste bezahlen wir mit unseren Daten)
  • WhatsApp ist wie trojanisches Pferd
  • Katrin bekommt gerade Druck von der Schule ihrer Kinder, da sie einen WLAN-Nutzungsvereinbarung nicht unterschreiben möchte, der im Zuge der neuen DSGVO erstellt werden musste. Kurz zusammengefasst: die Schule soll für alle Vorkommnisse ent-, die Eltern dafür für alles belastet werden (inklusive Rechtsanwalt, …). Hier ein Auszug:
    • Die Authentifizierung im WLAN erfolgt durch Passphrase ohne Kennwort
    • Die kabellose Datenübertragung erfolgt unverschlüsselt
    • Der Nutzer sorgt für einen stets aktuellen Virenschutz auf seinem Gerät
    • Bei rechtswidriger Verwendung des WLAN durch den Nutzer oder aufgrund seiner Billigung ist die Schule von sämtlichen Ansprüchen Dritter freizustellen, insbesondere datenschutzrechtliche, urheberrechtliche oder sonstigen rechtlichen Streitigkeiten. Verletzt der Nutzer die Vereinbarung erheblich und nachhaltig ist die Schule berechtigt, den Ersatz für entstandene Kosten, insbesondere auch Rechtsanwaltskosten vom Nutzer bzw. den Erziehungsberechtigten einzufordern.
    • Ich (Mutter) bestätige, dass ich die Nutzungsvereinbarung mit meinem Kind durchgegangen bin. Über die Pflichten und rechtlichen Konsequenzen, die auf mich als Sorgeberechtigten zukommen können, bin ich informiert. (das Kind soll einen ähnlichen Satz unterschreiben)
      = die Kinder sind 11 Jahre + 15 Jahre alt!
  • Passwörter über Software verwalten oder analog auf Papier?
  • Konkrete Gefahren durch Erpressungen durch Hacker (z.B. Krankenhaus)
  • Internet muss weg von der Monopolisierung und dezentralisiert werden – viele Leute im Silicon Valley fordern dies bereits
  • Amazon als Chance: angehende Autoren finden bessere Konditionen als bei Verlagen; bei begehrten Artikeln drängt Amazon die Händler vom Markt und bietet Produkt selbst an
  • manche Internetseiten werden nicht angezeigt, wenn man nicht der Verwendung von Cookies zustimmt
  • es gibt bereits unterschiedliche Preise im Online-Handel, je nachdem, wer die Seite besucht (z.B. Apple-User erhalten höheren Preis)
  • Macht von Facebook, z.B. Wahlmanipulation; Auftritt von Zuckerberg im Europaparlament
  • China: Schulen messen mit Kameraüberwachung die Aufmerksamkeit der Schüler; Vergabe von Bonuspunkten im Social Credit System, wenn man seine Eltern regelmäßig besucht schon Realität oder noch Fiktion?
    Systematische Belohnung bei Kindern führt dazu, dass sie ohne Gegenleistung nichts mehr machen wollen
    Belohnungen untergraben die intrinsische Motivation
  • Große Chance: Online-Plattformen als gelebte Demokratie
  • Human Connection als Alternative zu Facebook kämpft ums Überleben; es wurden bereits große Geldmengen investiert

konkrete Tipps, Hinweise, Infos, Alternativen:

Impulsreferat von Kerstin:

Ist der Missbrauch unserer Daten eine über- oder unterschätzte Gefahr?

Wer hat Erfahrungen oder kennt jemanden, der durch Datenmissbrauch geschädigt wurde?

Einwertung in Kategorien: wahrscheinlich / schlimm

Truhe anmalen

Truhe anmalen mit Alfred.
Heute mal Fotos nur mit mit mir. Hab eh noch keine Ahnung wie das in Zukunft wird Fotos anderer Leute zu veröffentlichen, mit der neuen DSGV. Persönliche Einverständniserklärung, beim Notar hinterlegt ? Soziale Medien, Sinn ?
Zurück zur Truhe, sie ist für das „Spendenkarussell“ gedacht, eine umtriebige Münchner Facebookgruppe mit über 2000 Teilnehmern, in der auch Initiativen und Hilfsprojekten mitwirken. Der Verwertungsgrad ist recht hoch u. die Sachen kommen an die richtigen Stellen.
Heute also die Übergabe-Truhe für das Spendenkarussell bissl angemalt. Jetzt fehlt noch Schild mit Grafik , kommt noch.Außerdem Besuch von netten Leuten, Kaffeetrinken, letzter Tag Wannda-Festival.

Und wer war denn da letztens am Bus T. und C. ?

2.Technik-Salon

Die gestrige Technikrunde fand wieder im lauen Frühsommerambiente im Bus-Innenhof statt, diesmal jedoch umrahmt von der tollwoodesquen Festivalausstrahlung der Wannda-Nachbarschaft.
Die Teilnehmeranzahl lag wieder bei gut einem Dutzend Philosophiejünger, diesmal allerdings mit mehr spontanen Besuchern (parallele ZonaLibre Feier).
Im Vorfeld habe ich versucht durch gezielte Einladung auf englisch die Münchner „Techie“ Szene einzubeziehen, die gestern jedoch nicht auftauchte. Durch Zufall setzte sich später jedoch der Informatikstudent Felix hinzu, der durch seine Erläuterungen zum Maschine Learning wertvolle Technikeinblicke bot.
Unser Salon , dargestellt nach den Richtlinien der neuen Dateschutzgrundverordnung
Wie beim letzten Mal konnten wir in der Runde eine leicht technikkritische Grundhaltung feststellen: Verlust des menschlichen Maßes, Verarmung zwischenmenschlicher Kommunikation, Überforderung. Was aber durch die „Optimismusbeauftragte“ Kerstin u.das Dankbarkeitsmantra von Alfred ein Gegengewicht bekam.
Die Bewunderung der Natur mit seiner ständigen Innovationskraft erwähnte Erwin : „Technik ist alt“. Darauf augenblinzelte Alfred mit „Bitte hier keinen Carbon-Chauvinismus!“, ein Begriff vom KI-Forscher Max Tegmark, der damit die falschen Vorstellung von Leben u.Intelligenz meint, was beides nicht auf bisher bekannte Lebensformen zu beschränken sei.
Kamen wir zum Thema „Augmented (=Mixed) Reality: durch Brillen wird die Wahrnehmung des Benutzers erweitert. Auch wenn sich Google-Glas gesellschaftlich nicht durchsetzte („glashole“, die Brille wurde sogar in Bars verboten) so ist der Nutzermehrwert in der Arbeitswelt (Logistik, Medizin, Architektur…) u.in der Bildung so offensichtlich, dass sie wiederkam bzw kommen wird.
Was ist nun mit konkreten, „positiven“ Technikanwendungen insgesamt, eine Frage, die gerade der Salon beantworten will.
Kathi u.Janina gingen als Förderer auf Human Connection als Facebook Alternative ein. Es ist immer noch nicht massentauglich, aber sie bleiben dran.
Anderes Thema: gesellschaftliche Zukunfts-Szenarien mit KI. Ob dezentrale Diener-KI oder heimliche Herrscher-KI: das Thema wurde nur angerissen u.doch wurde die Bedeutungswucht („letzte Erfindung der Menschheit“) klar. Die Grundsteine werden heute gelegt, deswegen der Aufruf zur interdisziplinären u.bürgerschaftlichen Auseinandersetzung (Future of Life Institute).
Technikfokussierte Nerds u. weltverbessernde Techies einerseits u. anwendungsorientierte Otto-Normal-DAUs andererseits, wir waren uns einig dass so ein Begegnungsort notwendig ist.
 Vielleicht kann unser Salon ein solcher Ort sein…..
Alfred

Technik-Salon unter offenem Himmel

Das war unser Philosophische Salon im Vorgarten des Busplatzes. Unser Thema waren die technischen Veränderungen und unser (Alltags)Leben. Zunächst wurde in der 1.Runde Bezug genommen auf nichttechnische Phänome : Arno Grün u.die Identifikation mit dem Täter, Jonathan Haidt u.die Notwendigkeit einer offenen Diskussionskultur u. Bernd erzählte warum er das Systemische Konsensieren für einen wirklichen Schritt in Richtung einer positiven Beteiligungskultur hält.

Salon Abend
Salonieren bis die Sonne untergeht: wo hin führt uns die Technik ? Wohin wollen wir ?

Kerstin gab dann einen Impulsbeitrag über historische Fehleinschätzung der Technik, denen alle eine „neophobe Wahrnehmungsverzehrung“ zugrunde lag.
Dann wurde heftig diskutiert, inwieweit wir den technologischen Fortschritt überhaupt genügend würdigen. Ob wir nicht besser daran täten die konstruktiven (=nichtkonzerngebundene, dezentrale, selbstermächtigende) Technikmodelle aktiv anzunehmen, statt so lange zu zögern bis die massentauglichen, aber zentralisierten Produkte uns von den Konzernen zum Fraß vorgeworfen werden.
Oder ob wir nicht doch kritischer gegenüber den aktuellen Trends sein sollen und uns nicht durch Bequemlichkeit, Preisvorteilen u.Blingbling blenden lassen.
Denn ist es nicht die große Kapitalismusmaschine, die nicht nur die Technik uns, sondern zunehmend uns der Technik anzupassen versucht ?

Und da wäre ja noch das chinesische Modell des „Sozial Kredit System“, 2014 versuchsweise gestartet, ab 2020 verpflichtend für jeden Bürger, um sich nahezu jede Handlung bewerten zu lassen (vom System)und defacto in ein umfassendes „Spiel des Lebens“ einzutauchen. Der Mensch als konditionierte und vollkontrollierte Spielfigur.

Andererseits warten da draußen soviele vielversprechende Projekte (z.B. MESH Dezentralisierung des Internets) die uns die Welt effektiver, synergetischer, kreativer u. kooperativer machen. Die eiserne Hand der digitalen Quasi-Monopole, gekoppelt mit einem heraufziehenden Überwachungsstaat ist nicht unsere Bestimmung ! Empowerement !

Alfred hielt dann noch ein Begriffsquizz bereit, um anhand von Schlagworten den aktuellen Stand der Diskussion im Bereich Künstliche Intelligenz und Blockchain wiederzugeben.

Schon längst im Dunklen sitzend waren wir uns einig, dass wir das Thema gerade erst angerissen haben und es vertiefen werden.
💡

Busplatz wird grüner

Am Sa.21. April haben wir angefangen hinter dem Bus kleine mobile Beete zu bepflanzen.

Der Anfang ist gemacht

Eine Woche zuvor haben wir den Bus etwas rangiert. Da er wieder mal nicht ansprang, haben wir es mittels Crowd-Muskelkraft bewerkstelligt. Quasi total umweltfreundlich. Es traf sich gut, dass die Leute vom Fairteiler u. Brauchbar da waren.

Der Bus wurde nur ein paar Meter anders positioniert: immer noch vor Halle6

Zurück zu der Bepflanzung, die Pflanzen haben wir alle geschenkt bekommen, Dank an Katharina, Andreas u. Helga. Katharina hat alle Samen genauestens beschrieben inkl. Pflanztiefe. Von Helga waren die Zimmerpflanzen, die wir jetzt mal über den Sommer draußen lassen.

Hier ein paar Eindrücke von unserer Abeit:

Werkzeug nicht da -> Improvisation

Bin-keine-Gärtnerin-Kathi beim pflanzen

Franka beim Gießen

Feierabend nach der Bepflanzung

Den Bus haben wir kurzfristig auch aufgestyled:

Decke war am Tag noch auf dem Sofa von Helga

Frühlingsaufbruch am Bus

Der Frühling ist da, aber noch wichtiger, nette Besucher am Bus ! Am sonnig-warmen Nachmittag am 3.4.18 kamen einige Freunde u. Bekannten des Busprojektes.

Frühling am Kreativquartier

Der Bus wurde mit kleinen Teppichen u.Kissen beschenkt (danke Uschi), diente als Umschlagplatz für eine Spendenkarussell-Übergabe, dann war die Anne vom Kreativquartier da, dahinter summten Bienen am einzigen Strauch (mehr Grün wäre schön u. ja da muss noch mal aufgeräumt werden), dann  kamen 2 Studenten u. fragten ob sie auf dem Vordersitz ein Fotoshooting machen können.

Fotoshooting am Bus
Runde in der Sonne

dann saßen wir zusammen u. besprachen den nä. Philosophischen Salon : 24.4., 18.30 Uhr im Bus , Thema „Technik u.unser Leben – was für aufregende Entwicklungen passieren um uns herum u.was machen wir daraus ?“.
Dann entdeckten wir noch das gelungene Kunstobjekt i.d.Nähe v. Bus : verglaster Container als kommunikatives Schaufenster.

Kunstinstallation neben der Halle6

Neben dem Bus waren Johannes u.Lukas vom Yvjo-Designprojekt in ihrem Wohnmobil u.tüftelten herum, wie sie sich im Quartier weiter einbringen werden.

Gegen Abend dann öffnete Schorsch die Pforten für die Auergarden-Solawi-Abholung…..

So ein toller Tag, so möge es weiter gehen am Bus u.auf dem Quartier….
Alfred