Zusammenfassung des Salons vom 28. Mai 2019 „Anfänge der westlichen Philosophie“

Dieser Salon fand wetterbedingt nicht im Englischen Garten statt, sondern bei mir.
Regine hat mich schon früh gewarnt, und 2 Tage vorher war es klar: es wird schlechtes Wetter geben.
Damit haben wir den Abend so verbracht, wie schon die letzten Monate : bei mir zuhause in West-Schwabing.
Diesmal waren wir 9 Leute, wir lasen über die Anfänge der Philosophie; wie erwartet kamen wir nicht weit, weil wir viele Anmerkungen hatten 🙂
Bergwald am Tegernsee
Ein Highlight für mich gibt es immer schon am Anfang, wenn wir uns nicht nur vorstellen, sondern auch berichten, was einen jeden
von uns beschäftigt. Muss es jedes mal wieder berichtigen, am Anfang der Salonreihe machte ich den Fehler, die Gäste aufzufordern
von ihren „Projekten“ zu erzählen. Das führte dazu dass viele eingeschüchert waren und dachten, es interessieren nur  pompöse Projekte 😀. Dabei geht es nur darum zu erfahren, was uns alles so beschäftigt und wo es Schnittpunkte geben könnte.
Diesmalige war es auch wieder eine vielfältige Interessenslage: Jordan Peterson, alternative Energiegewinnung, ein Buch über E-Learning
schreiben, VHS-Kurse zu Digitalen Kursen geben, Bilder malen, Metereologie und Erdhüllenbeschaffentheit, einen 200jahre-alten Bauernhof als Seminarort betreiben https://www.tillishof.de/
, Boden+Samenforschung, Urlaub im brasilianischen Urwald, Zukunftsmuseum in Rio de Janeiro, DokFest München, Nachbarschaftsfest, FEATS-Theaterfestival
in Ottobrunn, Fasten, Flüchtlingshilfe, Social Business Meetup, AI+Cultural Impact, Brauereiführung, Datenschutz in der Kinderpsychotherapie……
Weiß nicht wie es Euch geht, aber diese Vielfalt und der Austausch hebt bei mir immer die Stimmung 🤗.
Zum Thema, anfänglich besprachen wir unser persönliches Verhältnis zur Philosophie.
Es stellte sich heraus, dass 3  Leute aus unserer Runde Philosophie studiert haben und immerhin 3 Leute haben „Sophies Welt“ gelesen.
Diese 2 Kreise haben keine Überschneidung :-).
Weitere persönliche Bezüge:
  • „Das Wesen des Christentum“ von Ludwig Feuerbach als Befreiung von Religion,
  • „Mathematik als bleibende Wissenschaft“,
  • intensive Beschäftigung mit Marxismus da allg.Utopie-Versprechen der 60+70er Jahre,
  • „wer nicht denkt , muss leiden“,
 
Kinder- und Jugendfragen der Teilnehmer:
  • Wie kommt es, dass ich bin ?
  • Wie bin ich entstanden ?
  • Was ist Unendlichkeit ? (machte ihm als Kind Angst, sagte ein Teilnehmer)
  • Was kommt nach dem Tod ? (machte einem anderen Gast als Kind Angst)
  • Warum beschäftigen sich die Erwachsenen mit soviel Unwichtigem ?
  • Stimmt es was die Religion sagt über Gott, Sünde und Leben nach dem Tod ?
  • Kann es sein, dass die Erwachsenen auch keine Ahnung haben ?
Das Buch „Geschichte der Philosophie“  von Christoph Helferich
3 Teilnehmer haben schon vorher in dem Buch gelesen. Hier übrigens eine hilfreiche Rezension : http://www.glanzundelend.de/Artikel/abc/h/christoph-helferich-geschichte-der-philosophie.htm
Ehrlich gesagt…….schafften wir nur 3 oder 4 Seiten zu lesen……immerhin mit Einleitung („lese ich sonst nie….. „).
Was bei mir hängenblieb :
Philosophie ist eine „Einladung“ zum Selberdenken, man soll sich nicht von der Materialfülle oder Kompliziertheit einschüchtern lassen;
die verschiedenen Philosophischen Sichtweisen sind immer im Zusammenhang mit der Zeitgeschichte zu sehen,
von den Ereignissen, techn.Möglichkeiten, Gesellschaftsordnung, Bedürfnissen; Philosophie als Ur-Wissenschaft, die Fragen nach den Zusammenhängen;
 Philosophie als Geburtsstunde des hinterfragenden Geistes; Naturwissenschaften, Technik, Metaphysik waren früher noch sehr verschmolzen;
vor der Philosophie herrschte das Mythologisches Denken: die Welt wurde als eine gesamte Erzählung verstanden, sehr ganzheitlich, sinnhaft, es gab einen
Kosmos von Kräften, die von menschen- und  tierähnlichen Göttern beherrschaft wurde; der Autor betonte, dass dieses mythologisches Denken nicht
mit „irrational“ gleichgesetzt werden darf, weil es damals absolut sinnhaft war so zu denken, es hatte Bezug zur damaligen Ordnung und dem damaligen Alltag.
Für mich persönlich ist die Philosophie so attraktiv, so sexy 😎😀😗😘 💓 weil : sie niemals altert, weil sie die Wissenschaften zusammenführt und eine Synthese schaffen will,
weil sie soviele Blickwinkel hat wie es Wissenschaften, Sinne und Gedanken gibt, weil sie davon lebt zu hinterfragen, weil wir Menschen uns mit „42“ nicht zufrieden geben, weil Philosophie immer weiter will, sie uns Freiheit gibt, die  über gegenwärtige Begrenzungen und Unterdrückung hinausführt.

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