2.Technik-Salon

Die gestrige Technikrunde fand wieder im lauen Frühsommerambiente im Bus-Innenhof statt, diesmal jedoch umrahmt von der tollwoodesquen Festivalausstrahlung der Wannda-Nachbarschaft.
Die Teilnehmeranzahl lag wieder bei gut einem Dutzend Philosophiejünger, diesmal allerdings mit mehr spontanen Besuchern (parallele ZonaLibre Feier).
Im Vorfeld habe ich versucht durch gezielte Einladung auf englisch die Münchner „Techie“ Szene einzubeziehen, die gestern jedoch nicht auftauchte. Durch Zufall setzte sich später jedoch der Informatikstudent Felix hinzu, der durch seine Erläuterungen zum Maschine Learning wertvolle Technikeinblicke bot.
Unser Salon , dargestellt nach den Richtlinien der neuen Dateschutzgrundverordnung
Wie beim letzten Mal konnten wir in der Runde eine leicht technikkritische Grundhaltung feststellen: Verlust des menschlichen Maßes, Verarmung zwischenmenschlicher Kommunikation, Überforderung. Was aber durch die „Optimismusbeauftragte“ Kerstin u.das Dankbarkeitsmantra von Alfred ein Gegengewicht bekam.
Die Bewunderung der Natur mit seiner ständigen Innovationskraft erwähnte Erwin : „Technik ist alt“. Darauf augenblinzelte Alfred mit „Bitte hier keinen Carbon-Chauvinismus!“, ein Begriff vom KI-Forscher Max Tegmark, der damit die falschen Vorstellung von Leben u.Intelligenz meint, was beides nicht auf bisher bekannte Lebensformen zu beschränken sei.
Kamen wir zum Thema „Augmented (=Mixed) Reality: durch Brillen wird die Wahrnehmung des Benutzers erweitert. Auch wenn sich Google-Glas gesellschaftlich nicht durchsetzte („glashole“, die Brille wurde sogar in Bars verboten) so ist der Nutzermehrwert in der Arbeitswelt (Logistik, Medizin, Architektur…) u.in der Bildung so offensichtlich, dass sie wiederkam bzw kommen wird.
Was ist nun mit konkreten, „positiven“ Technikanwendungen insgesamt, eine Frage, die gerade der Salon beantworten will.
Kathi u.Janina gingen als Förderer auf Human Connection als Facebook Alternative ein. Es ist immer noch nicht massentauglich, aber sie bleiben dran.
Anderes Thema: gesellschaftliche Zukunfts-Szenarien mit KI. Ob dezentrale Diener-KI oder heimliche Herrscher-KI: das Thema wurde nur angerissen u.doch wurde die Bedeutungswucht („letzte Erfindung der Menschheit“) klar. Die Grundsteine werden heute gelegt, deswegen der Aufruf zur interdisziplinären u.bürgerschaftlichen Auseinandersetzung (Future of Life Institute).
Technikfokussierte Nerds u. weltverbessernde Techies einerseits u. anwendungsorientierte Otto-Normal-DAUs andererseits, wir waren uns einig dass so ein Begegnungsort notwendig ist.
 Vielleicht kann unser Salon ein solcher Ort sein…..
Alfred

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.