Zwei Abende Social Enterpreneurship hintereinander

Social Enterpreneure als Unternehmertypen der Zukunft

Social Business ist ein Thema, das stärker wird, aber zwei Abende hintereinander ist für München dann doch auch schon geballt. Ich persönlich verbinde mit  jungen (im Sinne von „frisch“) , engagierten und kreativen Unternehmern sehr viel Hoffnung. Die Probleme da draußen sind nicht-linear und wir können Sie nur angehen mit kreativen, neuen Lösungen. Da braucht es Anpacker und Selber-Denker mit Einsatz. Das kann nicht von Funktionären und Befehlsempfänger kommen. Auch nicht von Bedenkenträgern, Lobbyisten und Budgetverwalter  Und auch mit ein paar Unterschriftenlisten und einer Jahresmitgliedschaft bei Greenpeace werden wir die Zukunftsfähigkeit unserer Welt nicht rocken !

Gestern am 14.9. fand das Social Business Meetup Nr. 5 statt im Social Impact Lab München  . Vorgestern „Problemsolver“ Abend im Impact Hub München veranstaltet von Starwings.

Was ich von beiden Veranstaltungen mitnehme (neben interessanten Gesprächen und kleinen Vernetzungen, siehe Fotos) ist folgendes.

  • Das Team von "Über den Tellerand kochen"

SEND als Stimme für Social Enterpreneurs

Mit SEND wird jetzt ein Interessens- u. Vernetzungsverband für Social Enterpreneure gegründet, der ggü. Politik und Behörden stärker die Anliegen bündeln soll, gesellschaftlich für Sichtbarkeit sorgen u. nach innen an einem vernetzten Ökosystem arbeitet.
Es läuft auch ein Crowdfunding dazu
https://www.startnext.com/send

Wie notwendig eine stärkere Einfluss und Präsenz von Sozialen Enterpreneuren ist, verdeutlichte Norbert Kunz bei seiner Rede gestern: von der EU wird das Thema stark gefördert, jedoch gibt es lokal keine Abrufstrukturen in Deutschland; es gibt keinen Ansprechpartner für das Thema im Wirtschaftsministerium und passend dazu ist es über die KfW-Bank nicht möglich Fördermittel zu beantragen, wenn das Unternehmen ausdrücklich nicht rein gewerblich ist. D.h. Fördermittel für reine Gewerbeunternehmen = ja , Fördermittel für gesellschaftsorientierte Unternehmen (gGmbH, eV…) = nein.

Das muss sich natürlich ändern.
Hier findet Ihr übrigens ein ausgearbeitete Positionspapier.

Allerdings betonte Norbert auch, dass eine große Solidarität vom Startup-Verband für das Thema da ist u. auch die großen Sozialträger mittlerweile offener für Konzepte von Social Enterpreneurs sind, was sie anfangs überhaupt nicht waren.

Gestandene Unternehmer sprechen über „Purpose“

Das nicht unbedingt ein produktorientierter Businessplan am Anfang stehen muss wurde am Abend der Problemsolver klar. Gestandene Unternehmer erzählten von Ihren Anfängen, Umwegen und Fehlern u. dabei wurde klar, dass es tatsächlich die Unternehmerpersönlichkeit ist und die Wertorientierung, die die Richtung vorgibt und dass gerade in der heutigen, schnelllebigen Zeit, nicht das Produkt im Fokus steht, sondern die Metaebene „was will mein Unternehmen erreichen ?“. Das wiederum eng verknüpft ist mit der Frage des Unternehmers „was treibt mich an , wo will ich hin ?“ . Dabei eine enge Kommunikation mit den Kunden u. insbesondere den Mitarbeitern zu unterhalten ist gerade heute unersätzlich. Trotz der heute noch existierenden Zielkonflikte im Unternehmerbereich (Belohnung durch falsches Verhalten, Stichwort „Externalisierung von Kosten“) wird aber immer sichtbarer dass Zielkonflikte weniger werden, wenn man nah dran ist an den Bedürfnissen seiner Kunden und Mitarbeiter. Plus, die Dynamik und Flexibilität entschädigt für eventuelle andere Nachteile. Über Glaubwürdigkeit haben wir hier dabei noch gar nicht gesprochen.

Holger Wolff beispielsweise, CEO u. Mitgründer v. MaibornWolff mit heute 350 Mitarbeiter, erzählte, dass  am Gründungsstart mit seinem Kompagnon NICHT ein Produkt stand, sondern Wertvorstellungen (Purpose). Was z.B. auch bei den Gründern Hewlett & Packard der Fall war.

Natürlich gibt es auch andere Arten ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen, mit einer eher starken monetären Fokussierung, aber uns ging es ja darum darstzustellen, dass es mit einer WERTORIENTIERUNG eben auch möglich ist ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen.

Hoffe inspiriert zu haben 💡 🙂

Alfred

Ein vielseitiger Sonntag

Das war der gestrige Tag am CommunityBus beim Treffpunkt MOly.
Auf dem Programm stand :
– Müllsammelprogramm mit Kindern
– „Vernissage“ mit Regine
– Salon zum Thema „Zukunft“

  • Alles bereit für die Müllsaktion, Info-Ambiente, Handschuhe, Tüten, Belohnungssäckchen für die Kinder: es kann losgehen !

Erster Programmpunkt Müllsammeln mit Kindern…..naja, es verlief dann ehrlich gesagt etwas anders.

Das mit den Kindern war so: „Hey Kinder, habt Ihr Lust hier mal bissl klar Schiff zu machen, Müll zu sammeln, so dass z.B. keine Scherben mehr rumliegen u. Tiere sich nicht verletzen können“ , Antwort „JAAAAAAA!!!“. „Toll, danach bekommt übrigens jeder noch eine Belohnung. *leiser* So, dann holen wir noch die anderen Kinder da drüben ab“…. „Ähh, wo sind die jetzt……ah da , ihr habt keine Zeit, ok, vielleicht später, ok , ihr müsst es noch fertig machen, ok, ok, da fangen wir schonmal an „.

Wir kamen dann zurück , gingen zu den Kindern u. sagten „Na Ihr kleinen Faulenzer, schaut doch mal was wir geschafft haben“ *Kinder glotzen uns etwas gelangweilt an* , äußerten ein „Mhhm“. Dann wir “ Wir haben aber glaub ich eine Fliegerbombe gefunden „ …….Tja, ab dann haben wir die Show wieder geleitet

PS: Die Fliegerbombe war wahrscheinlich eine Kabelmuffe, meinte zumindest Hermann. Neben dem Gleis BJ 1971 wäre es auch eher unwahrscheinlich gewesen.

 

Kulturverstrickungen

Die Kulturverstrickungen nutzen jetzt den CommunityBus für Ihr Projekt auf dem TreffpunktMoly-Festival. Was die dort machen ? Sei bestricken Schilder, Gestänge, Bäume…..und machen schöne Arbeit mit Kindern.

Letzten Dienstag 5. Sept. kam die OB-Frau Reiter (inoffizieller Titel „First Lady München“) zur Eröffnung. Sie ist die Schirmherrin des Festivals.